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Fremde Länder und unterschiedliche Kulturen haben schon immer die Menschen fasziniert. Die Lust auf Neues lässt auch Heute noch viele Menschen rund um die Welt reisen.

Flora und Fauna in Norwegen

Beim Stichwort Flora und Fauna in Norwegen denken viele sicherlich an dichte, dunkle aber doch faszinierende Nadelwälder in dem Bären ihre Lachse an wilden Flüssen angeln, Elche sich gemütlich auf der Wiese sonnen und Norwegens Vogelwelt über die Baumkronen segeln. Und tatsächlich ist die Pflanzen- und Tierwelt auf den ersten Blick nicht so exotisch wie in einem südamerikanischen Land, dafür aber genauso faszinierend.


Norwegens Flora
Norwegen ist bekannt für seine Holzproduktion. Die dafür benötigten Wälder bedecken etwa ein Viertel des ganzen Landes, vor allem den Südosten und das Gebiet der südwestlichen Fjorde. Dort befinden sich Laubbäume wie Buche, Ahorn und Eichen, aber auch Haselnuss. Diese Bäume machen jedoch lediglich 30% der Wälder aus, da die restlichen 70% der Wälder aus Nadelbäumen wie Tannen und Föhren bestehen. Norwegens Wälder sind reich an Preisel- und Heidelbeeren sowie Multebeeren, einer besonderen Beerenart, die fast nur in Skandinavien bekannt ist. Es gibt jedoch teilweise auch Pilze sowie Him- und Erdbeeren am Tysfjord.
Der restliche baumlose Teil des Landes ist teilweise eher moorig und steppenartig. Es handelt sich dabei um die Hochgebirgstundra, die Fjell („Feld“) oder auch Vidda („Weite, Hochebene“) genannt wird und die eigenartigste Landschaft Norwegens darstellt. In diesen Hochgebirgsregionen gibt es typische Gebirgspflanzen, die außerhalb Skandinaviens kaum bekannt sind. Dort findet man Zwergsträucher, Rentierflechten, Moose, Wollgras und am Boden kriechende Beerenbüsche.
Trotz dieser typischen Pflanzen gibt es verhältnismäßig wenige Pflanzenarten – nämlich gerade einmal etwa 2000.

Norwegen kann man in fünf verschiedene Vegetationszonen unterteilen. Es gibt zum einen den nordeuropäischen Mischwald zum Norden hin, in dem die Nadelbäume überwiegen, als auch den nordeuropäischen Laubwald, der jedoch nur einen sehr schmalen Streifen im äußersten Südosten und Süden einnimmt. Besonders diese Region ist durch die hemmungslosen Rodungen der Menschen sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Die subarktische Region bzw. Waldtundra befindet sich im Norden und in der Tundra, die sich im äußersten Norden befindet, findet man hauptsächlich Moose, Heidekraut, wenige Zwergsträucher und Flechten, da durch die kurze Vegetationsphase kein sehr großes Pflanzenwachstum möglich ist. Die Hochgebirgstundra wird auch als alpine Tundra bezeichnet, für die die Hardangervidda das klassische Beispiel ist. Ebenfalls in Norwegen zu finden ist der boreale Nadelwald, der aus Kiefern und Fichten, aber auch Sträuchern und Kräutern besteht.


Norwegens Fauna
Die Tierwelt Norwegens unterscheidet sich im Süden stark von der im Norden, denn dort findet man sogar einige Vogelarten, die es normalerweise nur in Sibirien bzw. Russland gibt. Im Süden hingegen findet man übliche Tierarten, die auch in Mitteleuropa anzutreffen sind. Zu diesen zählen Marder, Füchse, Biber, Kreuz- sowie Fischotter und Dachse. Skandinavien und vor allem Norwegen ist bekannt für seinen Elch, der bis zu einer halben Tonne schwer werden kann.

Er ist Skandinaviens Wappentier und wird auch als „König der Wälder“ bezeichnet. Das Imposanteste ist, dass man ihn theoretisch öfter einmal am Straßenrand erblicken kann, obwohl er an sich recht scheu ist. Es gibt jedoch heutzutage rund eine halbe Million Elche in Skandinavien obwohl sie im letzten Jahrhundert fast ausgerottet waren. Aufgrund dieser Vielzahl vermehren sich die Tiere rasant und sorgen für erhebliche Waldschäden. Es gibt jedoch nicht nur massig Elche, sondern auch Rentierherden in der Hochgebirgstundra bzw. auf der Hardangervidda. Rentiere in Norwegen sind allerdings schon fast keine Wildtiere mehr, da sie von den Samen gezüchtet werden und somit fast zu zahmen Haustieren geworden sind. In der Landesmitte leben die so genannten Muschusochsen, während der Rest der Fauna mit der Arktis zu vergleichen ist, denn es gibt Polarhasen, Rehe, Lemminge und Polarfüchse, aber auch einige Wölfe, Braunbären, Luchse und Vielfraße. Reh- und Rotwild findet sich in Küstennähe, aber auch Wölfe, große Salamander, Wanderfalken, Zwerggänse, Wachtelkönige und Heringsmöwen, die allesamt vom Aussterben bedroht sind.

Norwegens Vogelwelt ist am vielfältigsten. Neben Austerfischern, Krähenscharben, Papageientauchern, Lummen und Alken, die alle die Gruppe der Seevögel vor der Küste bilden, gibt es auch noch unzählige Möwenarten, die sich durch den Menschen nicht stören lassen. All diese Vögel finden ihr Futter problemlos im Wasser Norwegens, denn dort befinden sich Hering, Dorsch, Makrele und Kabeljau und in den Flüssen des Landes zusätzlich Karpfen und Hecht. Aber auch Delfine, Wale und Seehunde sind im Meer vor Norwegens Küste zu Hause.

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Comments

  1. Maria Gensler Said,

    Super,
    der Text konnte mir weiter helfen!
    Jetzt weiß ich mehr 😉

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