Faro

Faro WappenFaro ist das heimliche Zentrum des südlichen Portugals. Die Hautstadt des Distrikts Algavre ist Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum der Region mit insgesamt 60.000 Einwohnern. Der internationale Flughafen von Faro ist nach Lissabon und Porto der drittgrößte des Landes und wir vor allem im Sommer von Charterflügen genutzt. Von hier aus reisen die Urlauber zu den Touristenzentren an der portugiesischen Südküste. Die Stadt profitiert dabei von ihrer zentralen Lage an der Spitze einer Halbinsel, die weit in den Atlantik hineinragt. Bis zur spanischen Grenze sind es nur etwas mehr als 50 Kilometer. Faro selbst liegt in einer fruchtbaren Lagunenlandschaft mit der vorgelagerten Insel Ilha, umgeben vom Naturschutzgebiet Ria Formosa. Die Stadt ist nicht nur logistisches Zentrum der Region, sondern seit dem 16. Jahrhundert auf Bischofssitz.

Faro KarteBereits ab dem fünften Jahrhundert vor Christus betrieben die Phönizier in Faro eine Handelsniederlassung, wurde dann von den Griechen und ab 202 vor Christus von den Römern beherrscht. Die römische Baukunst hinterließ mit Wasserleitungen, Straßen und Brücken in der Region ihre Spuren. Faro war damals nicht nur eine wichtige Handelsniederlassung, sondern wurde vor allem von reichen römischen Bürgern auch als Sommerresidenz genutzt. Nach dem Zerfall des römischen Reichs geriet Faro zunächst unter westgotischen und ab 714 unter arabischen Einfluss. Als wichtiger Hafen für den Tauschhandel mit Nordafrika gewann Faro unter der 500 Jahre währenden arabischen Besetzung neue Bedeutung und war kurzzeitig sogar Hauptstadt eines unabhängigen Fürstentums. Seit 1250 gehört Faro zum portugiesischen Königreich und erhielt im 17. Jahrhundert im Zuge der Kriege mit Spanien eine imposante Stadtmauer. Leider wurde die Stadt 1755 durch ein schweres Erdbeben fast vollständig zerstört.

Wirtschaftlich hat sich die südportugiesische Küstenstadt lange Zeit der Salzgewinnung und dem Salzhandel verschrieben. Darüber hinaus war sie auch eine bedeutende Fischerei- und Handelsstadt, über die die landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus dem Hinterland vertrieben wurden. Nach dem Niedergang der Fischereiindustrie wanderten viele Einwohner nach Übersee, aber insbesondere auch nach Frankreich und Deutschland aus. Eine wirtschaftliche Renaissance erlebte Faro erst wieder ab 1980 mit dem Beginn des touristischen Booms, der bis heute ungebrochen ist. In der Hochsaison stehen die Flugzeuge auf der Rollbahn des Flughafens von Faro quasi Schlange. Da kommt es schon einmal vor, dass die Flieger weit draußen auf der Rollbahn parken und die Urlauber mit dem Bus abgeholt werden müssen.



Luftbild von Faro von Toksave
Quelle: wikipedia.org

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