Feste und Feiertage in Norwegen

Die Feiertage unterscheiden sich in Norwegen nicht von denen in Deutschland. Genauso wie hier gibt es dort den 25. und 26. Dezember bzw. die Weihnachtsfeiertage, den 1. Januar bzw. Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, den 1. Mai, Himmelfahrt sowie Pfingstmontag.

Im Januar findet eine Kulturwoche, das so genannte Nordlichtfestival, in Tromsø statt, in der die Wiederbegrüßung der Sonne gefeiert wird. Ende Mai gibt es die internationalen Bergenfestspiele, die eine Woche dauern und gekennzeichnet sind durch viele Theater und Konzerte im Ort Bergen. Das Mittsommernachtsfest „Sankt Hansaften“ wird am 23. Juni im ganzen Land gefeiert, wohingegen das Samische (eine Gruppe von finno-ugrischen Sprachen) Fest zu Ostern nur in Kautokeino und Karasjok gefeiert wird. Besonders interessant aber ist die Verleihung des Friedensnobelpreises, die am 10. Dezember im Osloer Rathaus stattfindet. Besonders wichtig für die Menschen Norwegens ist der Nationalfeiertag, der am 17. Mai mit vielen Festlichkeiten stattfindet.

Während die meisten Feste und Feiertagen die gleichen wie in Deutschland sind, so unterscheidet sich die Weihnachts- und vor allem Vorweihnachtszeit Norwegens stark von der deutschen. Es gibt in Norwegen zwar ebenso Adventskalender für die Kinder, aber viele Familien stecken auch 24 Gewürznelken in eine Orange, von denen sie jeweils eine pro Tag entfernen. Das Julebord, das während der Vorweihnachtszeit von allen Arbeitgebern veranstaltet wird, ist ein Weihnachtsessen, bei dem man elegant gekleidet ist. Es findet jedoch auch im Freundeskreis oder mit Vereinskollegen statt, so dass auf eine Person ruhig schon einmal fünf oder sechs Julebord-Feiern kommen können, bei denen oft reichlich Alkohol fließt.

Aufgrund der oft „milden“ Temperaturen im Winter gibt es in Deutschland kaum noch Menschen, die zur Weihnachtszeit Plätzchen backen. In Norwegen ist es jedoch fast Pflicht, mindestens sieben verschiedene Plätzchensorten zu backen. Noch dazu gehören sich ein gründlicher Hausputz und das Brauen von Julöl, einem speziellen Weihnachtsbier, mehrere Wochen vor Weihnachten. Besonders schön für Kinder ist das Lucia-Fest am 13. Dezember, das in Schulen und Kindergärten gefeiert wird und bei dem ein Chor mit Kerzen morgens durch die dunklen Räume geht und dort Lucia-Gebäck verteilt und Lucia-Lieder singt.
Während „Dinner for one“ in Deutschland zu Silvester geschaut wird, ist dies in Norwegen bereits am 23. Dezember der Fall. Ebenfalls an diesem Tag wird der Weihnachtsbaum geschmückt, in manchen Familien aber auch erst am Morgen des Heiligabends. Norwegens Weihnachtsbäume haben jedoch die Eigenart, mit einer langen Kette voller norwegischer Papierflaggen geschmückt zu werden. Diese Weihnachtsbäume werden auch gerne für die Mastspitze eines jeden norwegischen Schiffes in der Weihnachtszeit genutzt.
Zu Heiligabend ist es Tradition, Milchreis zum Mittag zu essen, in dem sich eine ganze, abgezogene Mandel versteckt. Wer sie findet, bekommt daraufhin ein kleines Geschenk oder hat besonders viel Glück im neuen Jahr. Nachdem um 17 Uhr die Glocken den heiligen Abend einleiten, gehen viele Menschen zum Weihnachtsgottesdienst. In den frühen Stunden des Heiligabends schauen dann viele Norweger das Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, da sie oft erst dann in Weihnachtsstimmung sind. Bevor es Geschenke gibt, wird um den festlich geschmückten Weihnachtsbaum getanzt. Allerdings bilden viele Familien auch einen Kreis um den Weihnachtsbaum, nehmen sich an die Hand und singen gemeinsam Weihnachtslieder.

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2 Gedanken zu “Feste und Feiertage in Norwegen

  1. Gegessen werden meist Rippchen (da fleisch sehr teuer ist) eine kleine besonderheit. Sie feiern meist zu hause mit Nachbarn und Familie, da das besuchen von kneipen und discotheken ebenfals sehr teuer ist

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