La Gomera Sehenswürdigkeiten

La Gomera Sehenswürdigkeiten die man gesehen haben muss in der Vorstellung

Die Vulkaninsel La Gomera ist die zweitkleinste der Kanarischen Inseln mit einer eigenen Verwaltung, bzw. die drittkleinste der bewohnten Kanarischen Inseln. Neben einer abwechslungsreichen, wunderschönen Landschaft gibt es einzigartige Sehenswürdigkeiten. Die Insel bietet daher ideale Voraussetzungen für eine unvergessliche Auszeit inmitten des Atlantischen Ozeans.

Nationalpark Garajonay und der Nebelwald El Cedro

Der fast 4000 Hektar große Nationalpark Garajonay im zentralen Hochland von La Gomera ist ein Naturparadies mit grünen Lorbeerwäldern, Schluchten und Berghängen. Der Nationalpark wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Im Nationalpark gibt es auch das Besucherzentrum Juego de Bolas, in dem die Gäste allerlei Spannendes über die Wälder und die Insel erfahren. Durch das Gebiet führen zudem 18 Wanderrouten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Dabei werden teilweise einige Höhenmeter überwunden. Eine Wanderung führt zum Gipfel des Alto de Garajonay. Bei guter Sicht sind La Palma, Teneriffa, Gran Canaria und El Hierro zu sehen. Im Nationalpark befindet sich ebenfalls der sogenannte Nebelwald. Beinahe märchenhaft wirkt der oft in Nebel gehüllte, tiefgrüne Wald um den kleinen Ort El Cedro auf 800 Höhenmetern. Das Dorf El Cedro liegt am Rande des Nationalparks. Sehenswert ist zudem der 150 m hohe natürliche Wasserfall Chorro del Cedro. Das ganze Jahr über stürzt Wasser hinab.

Geheimtipp:

Wer den Nebelwald El Cedro ohne Führer erkunden, dabei aber dennoch etwas lernen möchte, der sollte auf jeden Fall sein Handy immer griffbereit sein. Auf dem kompletten Weg findet man immer wieder Stationen des kostenlosen Audioguides. Du findest hier beispielsweise eine Hörprobe der Station auf der linken Seite.

Quellen von Epina

Inmitten des Nebelwaldes findet man die sagenumwobenen Quellen von Epina (Chorros de Epina). Einheimische sprechen diesen Quellen magische Kräfte zu und als Tourist kann man selbst eine Kostprobe davon nehmen. Aus insgesamt sieben Rohrleitungen fließt das Wasser, jede Leitung soll unterschiedliche Wünsche des Menschen erfüllen.

Quellen von Epina

So besagt eine Legende, dass man von den Quellen in einer besonderen Reihenfolge trinken soll, um den Liebsten oder die Liebste für sich zu gewinnen. So sollen Frauen die geraden Nummern der Quelle von links nach rechts trinken, während Männer von den ungeraden Nummern trinken sollen. Eine andere Legende spricht nur von vier statt den heutigen sieben Quellen. Die erste steht für Gesundheit, die zweite für Liebe, die dritte für Wohlstand und über die vierte ist nichts im Detail bekannt, wobei man sie mit Glück assoziiert.

Stadt San Sebastián de La Gomera

San Sebastián de La Gomera ist die Hauptstadt der Insel und liegt direkt am Meer. In der gut erhaltenen Altstadt sind zahlreiche historische Gebäude. Die kleine Stadt auf der schönen Kanarischen Insel kann gut zu Fuß erkundet werden und ist daher ideal für ausgiebige Spaziergänge. Eine Sehenswürdigkeit in San Sebastián ist der Torre del Conde. Der Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert ist das älteste Gebäude in der Stadt. Der nach dem Torre del Conde benannte umliegende Park liegt in der Nähe des großen Hafens, an dem auch Kreuzfahrtschiffe anlegen. Bei einem Besuch von San Sebastián sollte ebenfalls die Besichtigung der Kirche Nuestra Señora de la Asunción nicht fehlen. Sie ist nahe des Torre del Conde und daher fußläufig zu erreichen. In San Sebastián gibt es zudem einige Restaurants und Geschäfte, die unter anderem Mode und Kunsthandwerk anbieten. Darüber hinaus sind in und um San Sebastián Strände (z.B. den Playa de Avalo) zum Sonnen und Baden.

In San Sebastián liegt auch der Hafen, an dem man mit der Fähre von Teneriffa anlegt. Damit ist San Sebastián vor allem eine Durchgangsstation für viele Touristen auf den Weg zur Unterkunft. Das war übrigens auch schon für Christopher Kolumbus der Fall. Dieser soll hier unter anderem seinen letzten Zwischenhalt auf seiner Reise nach Amerika gemacht haben, um noch einmal seine Wasservorräte (noch heute kann man den Pozo de Colón, den Kolumbusbrunnen, besuchen, wo Kolumbus angeblich daraus Wasser schöpfen ließ – auf einer Gedenktafel steht dort geschrieben: >>Con esta agua se bautizó<< was übersetzt bedeutet >> Mit diesem Wasser wurde Amerika getauft<<) und Lebensmittel aufzufüllen (die größeren Nachbarinseln Teneriffa und La Palma waren zu dieser Zeit noch nicht erobert). Insgesamt soll Kolumbus auf La Gomera drei Mal gewesen sein. Dies ist auch einer der Gründe, warum die Gomeros ihre Insel auch Isla Colombina (Kolumbusinsel) liebevoll nennen. So findet man in San Sebastián auch die Casa de Colón (Kolumbushaus), in dem der Entdecker angeblich im Vorfeld seiner Atlantiküberquerung 1492 genächtigt haben soll. Angeblich deshalb, weil das Haus nachweislich erst im 17. Jahrhundert erbaut wurde und man auch nicht gesichert weiß, dass er im 1618 abgebrannten Vorgängerbau schlief. Man nimmt es also auch auf La Gomera nicht immer ganz genau, als Tourist findet man in der Casa de Colón dennoch eine interessante Ausstellung rund um die Reisen von Kolumbus. Darüber hinaus huldigt ihm die Hauptstadt auch mit einigen Skulpturen.

Valle Gran Rey

Das Valle Gran Rey liegt im Südwesten der Kanarischen Insel La Gomera. Von der Inselhauptstadt San Sebastián braucht man für die rund 50 km dank fehlender Straße direkt an der Küste fast eine Stunde Viele Touristen wählen deshalb die Fährverbindung, mit der man mit Zwischenhalt in Playa de Santiago rund 70 Minuten braucht. Das Tal erstreckt sich bis zum Meer hinunter und war der Sitz des Inselkönigs, was auch den spanischen Namen „Tal des großen Königs“ erklärt. Die wunderschöne hügelige Landschaft mit grünen Terrassenfeldern an den Berghängen, vielen Palmen und kleinen, im Tal verteilten Häusern ist ein schöner Anblick und ideal für Erkundungstouren. Im Tal können zahlreiche Sportarten wie Wandern und Fahrradfahren ausgeübt werden. Mehrere Strände mit dunklem Vulkansand laden zum Sonnen, Baden und Entspannen ein. Darüber hinaus ist ein kleiner Hafen vor Ort, von dem aus unter anderem Bootstouren die Küste entlang angeboten werden. Dabei sind mit ein bisschen Glück auch Wale oder Delfine zu sehen. Zudem gibt es im Valle Gran Rey einige Cafés und Restaurants, in denen die Gäste ebenfalls regionale Speisen erhalten. Des Weiteren ist im Tal das Zentrum zur Rettung der Rieseneidechse von La Gomera sowie das OCEANO Informationscenter, wo man viel über die Delfine und Wale um La Gomera erfahren kann. Und zu guter Letzt kommen auch alle die Shoppen möchten hier auf ihre Kosten.

Gewußt? Valle Gran Rey galt lange Zeit als das Aussteigerparadies auf La Gomera. Vor allem deutsche Aussteiger ließen sich dort nieder. Bekannt ist auch die Playa de las Arenas, die auch häufig Schweinebucht genannt wird. Hier war ein beliebter Campingspot für die Hippies von Valle Gran Rey.

Das ursprüngliche Dorf Agulo

Das kleine, auf 250 m über dem Ozean gelegene Dorf Agulo im Norden der Insel ist ruhig und beschaulich. Es eignet sich optimal für einen ausgiebigen Spaziergang. Die beeindruckenden Terrassenfelder, malerischen Gebäude, gepflasterten Straßen und die schöne Altstadt von Agulo sind sehenswert. Die Kirche Iglesia de San Marcos Evangelista mit ihren kleinen Kuppeln und der weißen Fassade ist ein Highlight in dem idyllischen Ort. Sie wurde im maurischen Stil erbaut. Da die meisten Gebäude im Dorf rote Dächer haben, sticht sie mit ihren weißen Kuppeln besonders hervor. Die Besucher des Dorfes haben zudem einen wundervollen Ausblick auf das Meer und die steilen roten Felswände. Das Tal, in dem Agulo liegt, ist von fast vertikalen Klippen umgeben. Zum Meer hin ist es jedoch offen. Bei klarer Sicht ist von hier aus der Berg Pico del Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa zu sehen.

Wundervoller Aussichtspunkt Mirador de Abrante

So weit das Auge reicht: Der im Jahr 2013 eröffnete spektakuläre Aussichtspunkt Mirador de Abrante ist ein beliebtes touristisches Ziel auf La Gomera. Der Aussichtspunkt wurde auf einer rund 620 m hohen Steilwand errichtet. Eine 7 m lange moderne Plattform, die rundherum aus Glas besteht, ragt über die Kante der Steilwand hinaus. Die Besucher, die sich trotz der schwindelerregenden Höhe auf den Glasboden des Skywalks trauen, werden mit einem wunderschönen Blick auf das 400 m unterhalb gelegene Tal von Agulo und das Meer belohnt. Sie erhalten dabei einen einzigartigen Eindruck von der umliegenden Landschaft. Bei guter Sicht ist zudem der fast 4.000 m hohe Vulkan Teide auf der benachbarten Insel Teneriffa zu sehen, der der höchste Gipfel in Spanien ist.

Achtung! Monatelang war der Aussichtspunkt Mirador de Abrante geschlossen und nach Corona gab Fred Olsen das Restaurant auf. Nun hat das Örtchen Agulo die Aufsicht der Plattform übernommen, allerdings kann es dadurch durchaus passieren, dass die Plattform gar nicht geöffnet oder schon wieder geschlossen hat, z.B. weil der Verantwortliche krank ist. Dies hat schon für zahlreiche frustrierende Momente bei Touristen gesorgt.

Über Agulo ganz oben thront die Aussichtspunkt Mirador de Abrante

Markanter Roque de Agando

La Gomera ist eine bergige Insel, auf der beeindruckende, sehenswerte Felsformationen zu finden sind. Auf rund 1250 m über dem Meeresspiegel ragt zum Beispiel der aus Phonolith bestehende Roque de Agando in die Höhe. Er ist einer von fünf riesigen abgerundeten Felsen mit besonderen Formen am Rande des Nationalparks Garajonay inmitten von La Gomera. Die kleine Felsengruppe wird Los Roques genannt. Durch die markante Form des Roque de Agando, die an den Zuckerhut in Brasilien erinnert, erweckt er jedoch besonders viel Aufmerksamkeit und ist ein großartiges, beliebtes Fotomotiv. Der imposante Felsen Roque de Agando vulkanischen Ursprungs ist eines der Wahrzeichen der Insel. Die Felsen in der wunderschönen Landschaft sind von mehreren Aussichtspunkten, den Miradores de Los Roques, aus zu sehen.

Der Roque de Agando

Naturdenkmal Los Órganos

Hoch im Norden der Insel La Gomera befindet sich das einzigartige Naturdenkmal Los Órganos. Die von den Kräften der Natur geformten, beeindruckenden Basaltsäulen reichen auf einer rund 80 m hohen und ca. 200 m breiten Felswand teilweise von oben bis hinunter in den Atlantischen Ozean. Die Säulen sehen aus wie eine Vielzahl riesiger Orgelpfeifen. Jede einzelne ist etwa 1 m dick. Der Anblick dieser wunderbaren Naturschönheit vulkanischen Ursprungs verzaubert die Besucher und bringt sie zum Staunen. Die Sehenswürdigkeit ist allerdings nur vom Wasser aus zu erreichen. Es werden jedoch Bootsausflüge zu diesen besonderen Felsformationen angeboten, zum Beispiel vom Valle Gran Rey aus. Mit etwas Glück sind auf der Fahrt zum Naturdenkmal Los Órganos auch Delfine und Wale zu sehen. So wird es ein unvergesslicher Ausflug auf der kleinen Kanarischen Insel La Gomera, die einiges zu bieten hat.

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