Das Nachtleben in Lemberg

In der Ukraine und auch in Lemberg – heute Lviv genant – muss man sich bezüglich des Nachtlebens etwas umstellen. Der technische Standard ist noch nicht mit dem uns bekannten vergleichbar. Trotzdem bietet Lemberg einiges.

Die gebotenen Unterhaltungsmöglichkeiten treffen fast jeden Geschmack. Gewöhnen muss man sich aber daran, dass in der Woche nach 22 Uhr die meisten Locations geschlossen werden. Im Sommer werden am Wochenende erweiterte Öffnungzeiten bis 23 Uhr zugelassen. Nur einige Locations öffnen länger. Die eintrittsfreien Clubs sind meistens neu. In allen anderen muss man zwischen 20-100 Grywnja hinlegen. Gesichtskontrolle ist obligatorisch. Auf Ausweis- und Taschenkontrollen muss man in Lemberg gefasst sein. Alkoholika, Drogen oder Waffen werden konfisziert. In den meisten Nachtclubs der Ukraine findet man junges Publikum. Studenten ab 17 Jahren und betuchtere Menschen ab 30 möchten in Lembergs Locations abtanzen – allerdings nicht im selben Club. Auch in Lviv hört man mittlerweile europäische Technomusik oder DJ–Versionen. Die ukrainische oder russische Popmusik ist allerdings ebenso beliebt.

Im „Picasso“ bekommt man am Wochenende kaum einen Tisch. Das „Millennium“ ist ein Unterhaltungszentrum mit Discothek, Restaurant, Billard und Bühne. Das Programm ist breit gefächert und wird jedem Geschmack gerecht. Im „Mi100“ in der Naukowa Str. 7 findet sich das größte Nachtclub-Zentrum dieser Art. Auch hier sind außer dem Diskoclub weitere Freizeitmöglichkeiten geboten. Im Kellergewölbe des „Metro“ könnte die populärste Locations Lembergs liegen, wenn nicht fast nur minderjähriges Publikum die Tanzflächen füllen würde. Der Grund: Relativ laxe Einlasskontrollen. Origineller wirkt das „Tortuga“ in der Puluja Str. 29. Dass hier Johnny Deeps Piratenfilme die Einrichter inspirierten, ist unübersehbar. Alles ist darauf ausgerichtet, dass viele Gäste die Designer-Piratendisco entern und zu verschiedensten Rhythmen das Tanzbein schwingen. Das „Tortuga“ kommt wegen des des vielseitigen Musikangebots bei allen Generationen gleich gut an.

Im „Salvatore Dali“ Lounge Club werden in unterschiedlichen Disco-Räumen entweder Popmusik oder House aufgelegt bzw. Mottopartys veranstaltet. Der Dresscode ist hier eher lax. Weitere Anlauf-Adressen sind das populäre „Leroj“ in der Turgenjewa Str. 8 und der kleine, aber moderne Nachtclub „Sansibar“ in der Lypynskoho Str. 36, der vor allem am Wochenende brummt. Trotz seines seltsamen Namens ist das „Rafinaf People“ in der Rudanskoho Str. 1 populär. Das Interieur wurde vom französischen Stil des 17. Jahrhunderts inspiriert. Ohne Tischreservierung, Gesichts-Kontrolle und Einhalten des Dresscodes wird man hier nichts. Dafür wird aber auch reichlich geboten. Gute Trinkgelder lassen das Personal strahlen. In der Selenastraße finden sich das „Pozitiff“ und das „Fenomen“, die gewisse Ähnlichkeiten besitzen. Positiv ist auch die Möglichkeit, beide an einem Abend zu besuchen. Glamourös geht es im angesagten „Fashion Club“ am Pidkowy–Platz 1 zu. Hier tanzt die High Society von Lemberg ab. Dem angepeilten Publikum entsprechen das Design, die Technologie und die Preise. Ohne üppige Trinkgelder geht hier gar nichts.

Last but not least soll auf das kultige „Ljalka“ am Halytska–Platz 1 hingewiesen werden. Das angesagte Club–Cafe gilt als Aushängeschild in Lemberg. Nachtschwärmer aller Couleur lieben seine authentische ukrainische Atmosphäre. Als „Bollwerk ukrainischer Undergroundmusik“ bietet das „Ljalka“ neben dem Tanzclub auch ein Kino, ein Literatur-Cafe und Bühnen für Auftritte.

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