Essen und Trinken in der Türkei

Vor ein paar Wochen war ich in der Türkei und möchte an dieser Stelle über das türkische Essen und Trinken schreiben. Ich bilde mir zwar nicht ein, dass ich wirklich hier die traditionellen Essenskultur der Türken wiedergeben kann, da ich aber auch abseits von Burger King und Mc Donalds gewandelt bin, wollte ich dennoch euch meine Eindrücke schildern.

Zu erst einmal muss man feststellen, dass die Türken, als mehrheitlich muslimisches Volk, die Speisevorschriften des Islam von haram (verboten) und halal (erlaubt) einhalten. Das heißt im Klartext das man beispielsweise Schweinefleisch meist vergeblich sucht. Und auch mit Alkohol sieht es in der Auswahl meist eher Mau aus, bzw. ist das Bier nach meiner Meinung verglichen zu Deutschland teurer. Aber wegen diesen Sachen geht man ja nicht in die Türkei, jetzt also zu all den neuen Köstlichkeiten, die mir so über den Weg gekommen sind.

Als einer der ersten Spezialitäten ist mir Köfte auf dem Teller gelandet. Köfte ist eine türkische Frikadelle, von der es viele unterschiedliche Rezeptvarianten gibt. Benannt sind diese unterschiedlichen Varianten nach ihrem Ursprungsort, wie z.B. Izmir-Köfte, Akcaabat-Köfte oder auch Cizbiz-Köfte.
Gegessen habe ich die Köfte im bekannten „Tarihi Sultanahmet köftecisi“. Das Restaurant gibt es schon seit dem Jahr 1920 und schon viele Menschen, darunter auch viele Prominente, haben sich darin eingefunden um die berühmte Köfte nach spezieller Rezeptur zu genießen. Die Köfte bekommt man hier in Forme eines Stabs/Rolle (ähnlich wie Fischstäbchen bzw. Cevapcici) dazu einen Salat und kostenloses Brot. Wirklich satt bin ich von diesen fünf Köfte(stäbchen) leider nicht wirklich geworden, wirklich lecker waren sie. Allerdings muss man auch sagen, dass der Preis für die Menge sehr gut war, sodass man sich einfach noch einmal eine Portion kaufen könnte 😉

Wenn man ein ganzes Menü isst, dann gibt es wie auch bei uns hier in Deutschland eine Suppe als Vorspeise. Gegessen habe ich dabei zwei Mal eine grüne Linsensuppe (Sehriyeli yesil mercimek çorbasi). Es soll auch eine rote Linsensuppe (Mercimek corbasi) geben, die habe ich aber nicht gekostet. Der Geschmack der roten Linsensuppe war OK, nichts außergewöhnliches.

Ein Salat darf natürlich auch nicht fehlen. Er kommt vor dem Hauptgericht, wird aber zum größten Teil mit dem Hauptgericht gegessen. Mir persönlich war die Marinade etwas zu lasch. Sie besteht meist nur aus Olivenöl und Zitronensaft.

Als Hauptgericht gab es bei mir dann unterschiedliche Fleischsorten in unterschiedlichen Formen. Als Beilage gab es Reis und manchmal auch ein paar Pommes. Auch Gemüse ist immer dabei. Beispielsweise „Biber“, also grüne und rote Peperoni. Die Schärfe variiert, wobei ich leider nur in den Genuss von sehr milden Peperonis gekommen bin.

Das Dessert ist richtig deftig bzw. sehr, sehr, sehr süß! Für meinen Geschmack teilweise zu süß, hier stimmt das Wort Süßwaren wirklich! Die Auswahl ist aber richtig groß. Auf meinen Teller landeten z.B. Baklava (in Sirup getränkte Süßspeise), Tulumba Tatlisi (Spritzkuchen in Zuckersirup) oder auch Künefe (gebackenes Dessert aus dünnen Teigfäden (Kadayif), mit Schafskäse gefüllt).

Zu Trinken gibt es neben diversen Säften oder auch Cola und Fanta ein Erfrischungsgetränk auf der Basis von Joghurt mit dem Namen Ayran. Mir persönlich schmeckt Ayran jetzt nicht unbedingt, muss es aber ja auch nicht. Nach dem Essen gab es meistens Çay, also Tee. Çay ist der türkische Schwarztee und wirklich gut.

Hier endet auch meine kulinarische Reise durch die Türkei. Ich hab einiges neues ausprobiert und genossen. Nach einigen Tagen habe ich dann doch das Schweinefleisch vermisst, dennoch würde ich auch nach dem ich wieder in Deutschland bin gerne die ein oder andere türkische Spezialität wieder essen. Und damit meine ich nicht nur den Döner Kebap 😉

Reisefuehrer

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